Der Kunstverein auf Kreta
Uschi Brych, eine Berlinerin, die auf Kreta lebt, hatte den Kunstverein Seide e.V. zum Malunterricht eingeladen. Also trafen sich Karin Karrenbauer-Müller, Norina Woelke, Elfi Coppik und Hella Giesler am 22.10. morgens 3 Uhr 30 auf dem Frankfurter Flughafen zum Abflug nach Heraklion.

Herr Brych holte uns bei leichtem Regen ab: Kleines Auto, 4 Gäste, 5 Koffer - aber auf Kreta ist alles machbar. In Almerida bezogen wir schöne Appartements (mit Pool), packten aus und schlenderten zum Strand.

     

Unser - Karin und mein - großes Wohnzimmer war der Arbeitsraum, in dem am Dienstag nach einer kurzen Einführung unser Workshop unter Karins Leitung mit Shibori-Technik begann. Am Mittwoch wurden Chiffon-Schals bzw. Überwürfe mit Norina Woelke gemalt, Donnerstag und Freitag arbeitete man mit Elfi Coppik auf der Glasplatte. Nachmittags erkundeten wir bei herrlichem Wetter (22-27 Grad Celsius) die Umgebung, gingen baden und besichtigten die zauberhafte Hafenstadt Chania.

     

Für Samstag hatte Frau Brych zu einer Art Vernissage in ihren kleinen Laden in Gavalohori (Bergdorf 4km entfernt) eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen (von Herrn Brych gebacken) wurden die Workshop-Arbeiten gezeigt, gefachsimpelt, Verkaufsgespräche geführt. Die Besucher waren bunt gemischt. Viele Engländer haben sich auf Kreta niedergelassen, dazu Deutsche, Holländer, Schweden; also internationales Publikum.

Für Sonntag hatten wir ein Auto gemietet und machten mit der Familie Brych einen Ausflug in die Berge und eine herrliche Wanderung durch die Schlucht von Agia Irini. Der Rückflug am 29. mittags verzögerte sich, also warteten wir -geschützt vor der Hitze- unter Palmen, bis unsere kleine Propeller-Maschine startklar war. Herrlicher Flug, Umsteigen in Thessaloniki problemlos.

     

Die Reise war wunderschön und jede von uns würde sie jederzeit gern wiederholen. Das Interesse an der Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Seide e.V. ist groß. Die Vorbereitungszeit für Frau Brych war allerdings viel zu kurz, da wir ihr ja erst Anfang Oktober unser Kommen definitiv zusagen konnten. Material hatten wir mitgenommen. Mit Rahmen, Glasplatten usw. wurden wir hervorragend unterstützt. Es war eine Orientierungsreise, die uns übereinstimmend begeistert hat und die wir nur empfehlen können. Abgesehen davon, daß Kreta sicher immer eine Reise wert ist, haben wir hier ein lohnendes, ausbaufähiges Projekt begonnen, das zu einem interessanten Kulturaustausch führen kann.


Hella Giesler